Die Sonne brennt mit 28°C. Tropisches Klima im Enduro-Anzug. Nur noch etwas Blut im Adrenalinkreislauf. Gerade bin ich mit dem Moped, nach einer zu schnell hoch gefahrenen Rampe, im Erdwall gegenüber eingeschlagen. Gasstoß in der Kompression, Körper konstant in der Senkrechten. Alles richtig, Lehrbuch. Nur halt etwas zu schnell. Ich habe noch probiert zu bremsen. Allerdings lässt die Bremswirkung deutlich nach, wenn das Moped in der Luft ist. Hat also nicht viel geholfen, der Erdwall kam recht schnell näher.
Situations-Regeln: 1. Oh Scheiße 2. Alternativen? 3. Lächeln. Oh Scheiße. Alternativen gab es nicht (mehr). Mit einem lächeln im Gesicht habe ich mich aus dem Gebüsch zurück auf den Weg gearbeitet.
Anstrengende zwei Tage waren das. Samstag in der Expertengruppe. Steile Auffahrten, Schotter, Single-Trails, Rampen, Wasserdurchfahrten, … Was ein Spaß, aber Mann, hat mich das fertig gemacht. Die Jungs mit dem Guide Manuel waren echt zackig drauf. Einige male habe ich die GS weg geschmissen, einen Baum getroffen und bin hinter einem Erdhügel im Gestrüpp verschwunden. Zu viel für mich. Am zweiten Tag habe ich mich einer anderen Gruppe angeschlossen. Der Schweizer Guide Tibor hat die Sache entspannt angegangen. Gute Erklärungen, Tipps, … und gefahren sind wir Sachen, da hätte ich durchaus auch zu Fuß Respekt vor dem Gelände gehabt. Wie war das … enjoy the Scenary, but try not to get part of it. Endurooo!
Der Enduro Park ist große Klasse. Die zwei Tage sind für Gelegenheits-Enduristen durchaus eine (körperliche) Herausforderung. Dafür bekommt man von kompetenten Guides gute Tipps, lernt nette Leute kenne und erfährt Enduro selbst. Off the road again!
